Mit der A 210 von Graz nach Marokko und zurück
Ein Reisebericht von Eike Straub
Meine Frau und ich wollten gerne eine große Flugreise in die Heimat des Flamenco, zu den kanarischen Inseln und nach Marokko machen. So wurde die folgende Route zusammengestellt: Graz - Innsbruck - Mailand - Beziers - Barcelona - Granada - Sevilla - Essaouira - Lanzarote - Teneriffa - El Hierro - Fuerteventura - Marrakech - Cordoba - Barcelona - Cannes - Padova - Graz.
Da ich in der Fliegerei den aller größten Wert auf Sicherheit lege, nahm ich es mit den Flugvorbereitungen sehr ernst. Dazu gehörte natürlich auch die Auswahl des richtigen Flugzeuges. Von denen mir zur Verfügung stehenden Maschinen viel mein Blick bald auf die Aquila A 210. Sie vereint die für mich wesentlichen Vorzüge mit einem schönen Design. Entscheidend für die Flugzeugwahl waren für mich die folgenden Kriterien: 1. bequeme Sitze, mit denen man auch wirklich lange Flüge an einem Tag machen kann; 2. ausreichende Kabinenhöhe (ich bin 192 cm groß); 3. großer Gepäckraum, denn ich wollte schließlich für drei Wochen gut versorgt sein; 4. eine gute Reisegeschwindigkeit; 5. niedrige Kosten und 6. gute Endurance. In all diesen Punkten hat die Aquila A 210 die Nase vorn.
Sitze: Aus meinen bisherigen Flugerfahrungen kannte ich das Problem, dass ich nach zwei Stunden Kreuzschmerzen bekam, weil ich nicht ganz aufrecht sitzen konnte. Mit der Aquila bin ich z.B. von Sevilla nach Lanzarote geflogen, mit nur einem kurzen Tankstopp in GMMI und war so 7 Stunden unterwegs und das war wirklich kein Problem.
Gepäck: Wir hatten genau 40 kg Gepäck in 6 großen Taschen. Es war problemlos, das alles im großen Stauraum unterzubringen.
Endurance: Wir konnten die Reiseroute so planen, dass wir wirklich nur dort hinfliegen, wo wir auch hinwollen. 5h15 Endurance ermöglichten einige Flüge von 4 h 30. Da kommt man wirklich schon gut weiter.
Ausstattung: Die Bordinstrumente funktionierten während der gesamten 50 Flugstunden der Reise völlig problemlos und zuverlässig.
Motor: Der tausendfach bewährte Rotax 912S bewährte sich auch auf dieser Reise. Ich hatte kein mulmiges Gefühl auf den langen Strecken über Wasser. Das monotone, immer gleiche (und vor allem leise) Motorengeräusch gab Vertrauen.
Design: Das erfrischende Aussehen der Maschine mit den hübschen Winglets erregte auf den verschiedenen Flugplätzen viel Aufsehen. Die Kollegen schlossen sich meinem Urteil an, dass das ein wirklich hübsches und gelungenes Flugzeug ist.
Flugleistungen: Mit einer durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 120 kts IAS gestaltete sich die Reise sehr angenehm. Die Motorbedienung ist einfach, die Leistungstabelle stimmt sehr genau. Die Maschine ist sehr wendig, schön und sportlich zu fliegen.
Eike Straub, Graz
www.h-eike.net
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